Aktuelles - rund um die Kindertagespflege

Juni 2011

Unsere "jüngste Großtagespflege" in der Region Sonnenwald stellt sich vor.

Betreuung für die "Sonnenwaldkinder". Einweihung der Kindertagespflege in Ranfels - Keine Konkurrenz zu Kindergärten - Am Sonntag "Tag der offenen Tür".

 

Mai 2011

Kreisjugendamt bildet zehn neue Tagesmütter aus
15.07.2011


FRG. Der Bedarf an Tagesmüttern wird auch im Landkreis Freyung-Grafenau immer größer. Um diesen steigenden Bedarf decken zu können und um den Ausbau der Tagespflege im Landkreis weiter zu fördern, hat das Kreisjugendamt auch heuer wieder einen Ausbildungskurs für Tagesmütter angeboten. Die Teilnahme an dem Kurs ist Voraussetzung für die Vermittlung eines oder mehrerer Tagespflegekinder durch das Jugendamt.
In 110 Unterrichtsstunden - verteilt auf 13 Tage - lernten die Frauen das Anforderungsprofil für Tagespflegepersonen kennen, das den Erfordernissen des Kindes je nach Alter und Persönlichkeit gerecht werden muss. Der Qualifizierungskurs enthielt insbesondere Themen rund um die Entwicklung und Förderung des Kindes. Außerdem standen rechtliche Aspekte, eine gute Zusammenarbeit mit Eltern und das Bayerische Bildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG) auf dem Stundenplan.
Alle Kursteilnehmer haben mit besonderem Engagement und mit Freude im Unterricht mitgearbeitet. Abgeschlossen wurde der Kurs mit der Erstellung einer schriftlichen Konzeption über die eigene Kindertagespflegestelle und einem Kolloquium über das Konzept.
Am Ende des Kurses war die Meinung der Teilnehmerinnen einhellig: „Es ist fast ein bisschen schade, dass der Kurs beendet ist. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Jugendamt ist auf jeden Fall eine große Hilfe und Unterstützung“.
„Wir freuen uns sehr, wieder so qualifizierte und fähige Tagesmütter bei uns im Landkreis aufnehmen zu können“, so Birgit Giesen vom Tagesmütterbüro. Abschließend konnte Sybille Müller, stellvertretende Jugendamtsleiterin, die wohlverdienten Zertifikate an die zukünftigen Tagesmütter überreichen.
Auch nach Abschluss des Ausbildungskurses steht das Jugendamt den Tagesmüttern selbstverständlich beratend und unterstützend zur Seite und versteht sich auch für interessierte Eltern als Begleiter, um Familie und Beruf oder Ausbildung besser miteinander vereinbaren zu können.
Mit den neu ausgebildeten zehn Tagesmüttern stehen dem Jugendamt für die Vermittlung von Kindern derzeit insgesamt 42 Tagespflegepersonen zur Verfügung. 65 Kinder werden in der Tagespflege betreut - mit anhaltend steigender Tendenz.
Informationen über die Kindertagespflege erhalten Interessierte im Tagesmütterbüro des Kreisjugendamts unter Tel. 08551/57-278. - pnp

 

07.12.2009

Hier werden Kinder flexibel betreut
Modell der Großtagespflege richtet sich an Kinder und Jugendliche bis zu 14 Jahren

Familiensysteme, in denen beide Elternteile arbeiten gehen müssen, stehen oft vor unüberwindlichen Hürden bei der Betreuung ihres Nachwuchses. Im Grafenauer Mehrgenerationenhaus findet jetzt ein Betreuungsmodell seine Heimat, das Kindern von 0 bis 14 Jahren die liebevolle und konstante Zuwendung geprüfter Tagesmütter bietet.

Einfach und
Erfolg versprechend

„Das Modell ist so einfach wie Erfolg versprechend", so die Leiterin des Tagesmütterbüros im Landkreis, Birgit Giesen. „Sicher, viele Kindergärten werden gerade baulich um eine Krippe erweitert: Aber viele Mütter haben andere Arbeitszeiten, müssen Schicht arbeiten und können daher nicht um 16 Uhr die Kinder abholen." Auch stelle sich die Frage, wie sich eine zuverlässige Betreuung für ältere Schulkinder anbieten ließe. Auch die Hausaufgabenbetreuung ist da nicht flexibel genug, um auf die Arbeitszeiten der Eltern einzugehen.
Mit dem Mehrgenerationenhaus und seinen vielfältigen Angeboten - vom frisch zubereiteten Mittagstisch bis hin zum Gymnastikraum - böten sich hier tolle Möglichkeiten.
„Leider ist der Begriff sehr unglücklich gewählt. Diese Betreuungsform hat ja nichts mit Krankheit und Pflegeeinsatz zu tun", informiert der MGH-Leiter Konrad Nätscher. „Diese Betreuung entspricht klar den Qualitätsstandards für Mehrgenerationenhäuser: Hier werden Entlastungen für Familien mit Kindern zwingend einfordert, um als Mehrgenerationenhaus anerkannt zu sein."
Und so organisiert sich die „Großtagespflege":In einer schönen, großzügig geschnittenen Wohnung mit Wohnküche, zwei Wohnräumen, Bad und einer großen Diele, die auch als Büro genutzt kann, werden bis zu zehn Kinder von zwei qualifizierten Tagesmüttern betreut. „Die Tagesmütter sind zwar selbstständige Unternehmerinnen", so Giesen „die Qualitätssicherung übernimmt aber das Landratsamt mit dem Tagesmütterbüro". Rechnet sich eine Tagesmutter den Betreuungssatz pro Kind und Stunde durch, mit hälftiger Kranken- und Sozialversicherung sowie den vielen weiteren Pauschalen, die geltend gemacht werden können, „bietet das Modell für unsere Tagesmütter eine echte berufliche Perspektive", bewertet die Mitarbeiterin des Jugendamtes das Angebot.
Das Konzept orientiere sich dabei an der „Münchner Großtagespflege". Das Mehrgenerationenhaus gewähre zusätzlich den beiden Tagesmüttern entsprechend günstige Mietkonditionen und die Benutzung der Freizeitmöglichkeiten im MGH Grafenau - „egal ob Medien- und Gymnastikraum oder großer, ruhiger Garten mit vielen Möglichkeiten zum Toben, Spielen und auch zum Grillen".
Auch die Verkehrsanbindung ist ein großer Pluspunkt des Betreuungsangebotes: ausreichend Parkmöglichkeiten zum Bringen und Holen, die Bushaltestelle ist keine 15 Meter vom Eingang entfernt. Zur Grundschule sind es nur 500 Meter.
Birgit Giesen freut sich nun auf aussagekräftige Konzepte von interessierten Tagesmüttern und pädagogischen Fachfrauen und -männern. Bewerbungen sind bis einschließlich 19. Dezember beim Landratsamt einzureichen. Info: www.freyung-grafenau.de - cmg

 

Großtagespflege in Grafenau
© pnp 

Im Mehrgenerationenhaus Grafenau präsentiert Konrad Nätscher (von rechts.)
Birgit Giesen und Peter Vogl die Räumlichkeiten - hier den abgeschlossenen Bereich
der Mutter-Kind-Gruppe von vis-a-vis.Grimsmann

07.12.2009 
Quelle: PNP Freyung, Lokalteil 
  

 

 04.12.2009

Tagesmütterbüro - Zentrale Stelle für Vermittlung und Beratung im Landratsamt 04.12.2009

Tagesmütter helfen auf Anruf

Zentrale Stelle für Vermittlung und Beratung im Landratsamt eingerichtet - Nachfrage der Eltern steigt

Von Roland Mitterbauer
Freyung. Eine große Kiste mit Spielzeug steht im Wohnzimmer von Lucia Wilhelm. Ihre Kinder hatten schon mit den Figuren und Autos gespielt, jetzt spielen Kinder anderer Eltern damit - ebenfalls auf ihrem Fußboden. Lucia Wilhelm ist Tagesmutter. Bis zu fünf Tageskinder darf sie betreuen. Knapp 30 ausgebildete Tagesmütter sind im Landkreis aktiv, die von einem neu eingerichteten Tagesmütterbüro vermittelt werden. Die Nachfrage nach individueller Betreuung von Kindern steigt.
„Ich sehe das als Ergänzung zum Kindergarten, nicht als Konkurrenz", erklärt Wilhelm. Als Tagesmutter hat sie keine festen Öffnungszeiten. „Bei mir ist immer was los, auch am Wochenende." Vor etwa acht Jahren hat Wilhelm einen Kurs zur Tagesmutter besucht. Ihre eigenen Kinder waren damals schon selbstständig, der Jüngste ist in die Schule gekommen. „Ich habe eine Beschäftigung gesucht, am besten mit Kindern", sagt die 44-Jährige. Als sie dann in der Zeitung gelesen hat, dass Tagesmütter gesucht werden, ist sie fündig geworden.
Damals wurden den Tagesmüttern hauptsächlich vom Jugendamt Kinder zugewiesen. Mittlerweile suchen auch immer mehr Eltern von sich aus nach einer flexiblen Betreuung ihrer Kinder. Die Auftraggeber von Wilhelm sind von der Auszubildenden bis hin zum Gutverdiener bunt gemischt. Bei der Tagesmutter lernen die Kinder miteinander umzugehen, aufeinander Rücksicht zu nehmen und werden altersgerecht gefördert.
Lucia Wilhelm sieht sich als Dienstleister und versucht die Distanz zu den Kindern zu halten. „Mir wachsen die Kinder ans Herz, aber ihre Mama möchte ich nicht ersetzen", erklärt sie. Sie ist eher wie eine Tante, die mit den Eltern gut zusammen arbeitet und aushilft, wenn keine Oma aufpassen kann oder die Kindergärten geschlossen sind.
Wer Tagesmutter oder -vater werden will, muss einen Kurs besuchen, der 60 Stunden umfasst. Oft interessieren sich Eltern oder Erzieher für diese Fortbildung, weiß Wilhelm. Wegen des Geldes allein mache das kaum jemand. „Damit kann man höchstens sein Haushaltsgeld ein bisschen aufbessern", erklärt sie. Außerdem sei die Tätigkeit sehr anstrengend und viele ließen sich von der Bürokratie abschrecken. Wilhelm ist trotzdem gerne Tagesmutter. Und die Eltern vertrauen ihr. Wilhelm empfiehlt, dass sich Eltern immer in einem persönlichen Gespräch einen Eindruck von der Tagesmutter verschaffen.

DIE TAGESPFLEGE
Im Landratsamt Freyung-Grafenau ist eine zentrale Stelle zur Vermittlung und Beratung von Tagesmüttern eingerichtet worden. Das Tagesmütterbüro steht bei Fragen zur Ausbildung zur Tagesmutter zur Verfügung und hilft Eltern bei der Suche nach der richtigen Tagesmutter. Aktuell sind knapp 30 ausgebildete Tagesmütter im Landkreis aktiv, die 42 Kinder betreuen. Tendenz steigend. Ziel der Verantwortlichen ist es, in jeder Gemeinde wenigstens eine Tagesmutter zur Verfügung zu haben.
  •  Ansprechpartnerin: Birgit Giesen, Tel.  08551 57 278, Email: birgit.giesen@lra.landkreis-frg.de.
  •  Anschrift: Jugendamt/Tagesmütterbüro, Grafenauer Str. 44, 94078 Freyung
  •  Gesprächszeiten: Dienstag und Donenrstag von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr, Mittwoch von 7.30 Uhr bis 11.30 Uhr, und nach Vereinbarung.
  •  Angebot: Individuelle Betreuung von unter dreijährigen Kindern; Ergänzung zum Kindergarten, zur Krippe und Schule mit flexiblen Betreuungszeiten für Kinder bis zum 14. Lebensjahr; spielerische und altersgerechte Entwicklungsförderung mit Familienanschluss; Verpflegung und Schlafmöglichkeit; Hausaufgabenbetreuung.
  •  Internet: (noch im Aufbau) www.kindertagespflege-frg.de

    Tagesmütterbüro
    Die neue Infobroschüre präsentierten Heinz Frisch vom Kreisjugendamt (von links), Judith Wunder, Birgit Giesen vom Tagesmütterbüro und Landrat Ludwig Lankl.
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    Einladung zum Informationsabend am 06. Februar 2012

    Am Montag, 06. Februar 2012 findet ab 19:00 Uhr im Landratsamt Freyung-Grafenau ein Informationsabend zum Thema "Kindertagespflege - auch etwas für mich?"

    Interessierte sind herzlich Willkommen! - eine Voranmeldung ist für den Informationsabend nicht erforderlich.

    Ort: Landratsamt Freyung-Grafenau

    Zimmer K210/ 2. Stock

    Grafenauer Str. 44

    94078 Freyung