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Hier werden Kinder flexibel betreut Modell der Großtagespflege richtet sich an Kinder und Jugendliche bis zu 14 Jahren
Familiensysteme, in denen beide Elternteile arbeiten gehen müssen, stehen oft vor unüberwindlichen Hürden bei der Betreuung ihres Nachwuchses. Im Grafenauer Mehrgenerationenhaus findet jetzt ein Betreuungsmodell seine Heimat, das Kindern von 0 bis 14 Jahren die liebevolle und konstante Zuwendung geprüfter Tagesmütter bietet.
Einfach und Erfolg versprechend
„Das Modell ist so einfach wie Erfolg versprechend", so die Leiterin des Tagesmütterbüros im Landkreis, Birgit Giesen. „Sicher, viele Kindergärten werden gerade baulich um eine Krippe erweitert: Aber viele Mütter haben andere Arbeitszeiten, müssen Schicht arbeiten und können daher nicht um 16 Uhr die Kinder abholen." Auch stelle sich die Frage, wie sich eine zuverlässige Betreuung für ältere Schulkinder anbieten ließe. Auch die Hausaufgabenbetreuung ist da nicht flexibel genug, um auf die Arbeitszeiten der Eltern einzugehen. Mit dem Mehrgenerationenhaus und seinen vielfältigen Angeboten - vom frisch zubereiteten Mittagstisch bis hin zum Gymnastikraum - böten sich hier tolle Möglichkeiten. „Leider ist der Begriff sehr unglücklich gewählt. Diese Betreuungsform hat ja nichts mit Krankheit und Pflegeeinsatz zu tun", informiert der MGH-Leiter Konrad Nätscher. „Diese Betreuung entspricht klar den Qualitätsstandards für Mehrgenerationenhäuser: Hier werden Entlastungen für Familien mit Kindern zwingend einfordert, um als Mehrgenerationenhaus anerkannt zu sein." Und so organisiert sich die „Großtagespflege":In einer schönen, großzügig geschnittenen Wohnung mit Wohnküche, zwei Wohnräumen, Bad und einer großen Diele, die auch als Büro genutzt kann, werden bis zu zehn Kinder von zwei qualifizierten Tagesmüttern betreut. „Die Tagesmütter sind zwar selbstständige Unternehmerinnen", so Giesen „die Qualitätssicherung übernimmt aber das Landratsamt mit dem Tagesmütterbüro". Rechnet sich eine Tagesmutter den Betreuungssatz pro Kind und Stunde durch, mit hälftiger Kranken- und Sozialversicherung sowie den vielen weiteren Pauschalen, die geltend gemacht werden können, „bietet das Modell für unsere Tagesmütter eine echte berufliche Perspektive", bewertet die Mitarbeiterin des Jugendamtes das Angebot. Das Konzept orientiere sich dabei an der „Münchner Großtagespflege". Das Mehrgenerationenhaus gewähre zusätzlich den beiden Tagesmüttern entsprechend günstige Mietkonditionen und die Benutzung der Freizeitmöglichkeiten im MGH Grafenau - „egal ob Medien- und Gymnastikraum oder großer, ruhiger Garten mit vielen Möglichkeiten zum Toben, Spielen und auch zum Grillen". Auch die Verkehrsanbindung ist ein großer Pluspunkt des Betreuungsangebotes: ausreichend Parkmöglichkeiten zum Bringen und Holen, die Bushaltestelle ist keine 15 Meter vom Eingang entfernt. Zur Grundschule sind es nur 500 Meter. Birgit Giesen freut sich nun auf aussagekräftige Konzepte von interessierten Tagesmüttern und pädagogischen Fachfrauen und -männern. Bewerbungen sind bis einschließlich 19. Dezember beim Landratsamt einzureichen. Info: www.freyung-grafenau.de - cmg
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Im Mehrgenerationenhaus Grafenau präsentiert Konrad Nätscher (von rechts.) Birgit Giesen und Peter Vogl die Räumlichkeiten - hier den abgeschlossenen Bereich der Mutter-Kind-Gruppe von vis-a-vis.Grimsmann
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